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Die 2016 eingesetzten Fahrzeuge


Auf dieser Seite erhalten Sie vielfältige Informationen zu den eingesetzten Fahrzeugen.

T6 220T-Wagen T1 11
Der restaurierte Museumszug der Hamburger Hochbahn AG besteht aus den Triebwagen 11 und 220. Wagen 11 wurde am 28. Februar 1912 in Betrieb genommen und ist heute der älteste noch betriebsfähig erhaltene U-Bahn-Wagen Deutschlands. Sein Fahrgastraum ist in zwei Abteile für die 2. und 3. Klasse geteilt.
T6 220T-Wagen T6 220
Der Wagen 220 aus der 6. Lieferserie aus dem Jahre 1920 wurde wie der Wagen 11 bei der Wagonbauanstalt Falkenried gebaut. Beide Fahrzeuge waren bis 1970 im planmäßigen Einsatz.
TU2 8762TU-Wagen TU2 8762
Die noch relativ jungen Triebwagen der 9. bis 13. Lieferung wurden in den Jahren 1959 bis 1961 gründlich modernisiert. Dabei erhielten sie unter anderem eine neue Außenbeplankung aus Nirosta-Stahlblech, was ihnen im Volksmund den Namen „Silberlinge“ eintrug. Wagen 8762 entstand aus dem Umbau des Wagens 392, Baujahr 1929. Als einer der letzten Wagen alter Bauart war er bis Dezember 1970 im Planbetrieb und wurde erstmals 2008 als Museumsfahrzeug eingesetzt.
DT1 HanseatU-Bahn-Triebwagen DT1 9030/31, Gesellschaftszug „Hanseat“
Die Einheit 9030/31 vom Typ DT1 wurde 1958 in Uerdingen gebaut und legte bis zum Abschied der Bauart im Jahre 1991 rund 1,5 Millionen Kilometer auf dem Netz der Hamburger U-Bahn zurück. Seit 1992 ist der Zug unter dem Namen „Hanseat“ als bisher weltweit einziger U-Bahn-Gesellschaftszug wieder in Betrieb. Einer der per Durchgang verbundenen Wagen wurde originalgetreu restauriert. Er bietet 28 Sitzplätze mit kleinen Tischen. Der zweite Wagen ist modern gestaltet, hat eine 10 Quadratmeter Tanzfläche und einen großzügigen Tresenbereich.
Traditionszug 470 128S-Bahn-Triebzug der BR 470/870, Fahrzeug 470 128
Von 1959 bis 1969 wurden in insgesamt drei Lieferserien 45 Triebzüge der Baureihe ET/EM 170 für die damaligen Neubaustrecken der S-Bahn beschafft. Die elegant abgerundete Kopfform mit den gebogenen Führerstandsscheiben entsprach dem damaligen Zeitgeschmack. Ab Mitte der siebziger Jahre wurde die für die Hamburger S-Bahn charakteristische blaue Farbgebung durch den neuen ozeanblau-beigen Anstrich ersetzt.
Nach der Abstellung des 470 128 konnte die Aufarbeitung zum Traditionszgu mit anschließender Hauptuntersuchung beginnen, die eine aufwendige Beschaffung von Ersatzteilen notwendig machte und daher bis Oktober 2015 dauerte.

AKN UerdingerAKN-Schienenbusse VT 3.08 und VT 3.09
Im Jahre 1949 entwickelt, sollten die neuen Triebwagen leicht und in der Produktion preiswert sein, dabei griff man auf Bauteile von Kraftfahrzeugen wie LKWs und Busse zurück. Hauptlieferant war die Wagonfabrik Uerdingen, daher der Name „Uerdinger Schienenbus“. Die Triebwagen VT 3.08 (1961) und VT 3.09 (1967) wurden von der „Elmshorn-Barmstedt-Oldesloer Eisenbahn“ beschafft. 1981 übernahm die AKN die EBOE und somit kamen die beiden Triebwagen zur AKN. Diese setzte die Fahrzeuge noch bis September 1993 auf der ab 1983 als A3 bezeichneten Strecke zwischen Elmshorn und Barmstedt ein.
St. GeorgAlsterdampfer „St. Georg“
Das älteste betriebsfähig erhaltene Fahrzeug des Hamburger Nahverkehrs ist die „St. Georg“. Das Schiff wurde 1876 als „Falke“ gebaut und war 63 Jahre lang im Liniendienst auf der Alster im Einsatz. 1911 erfolgte der Umbau zum Glattdecker mit dem neuen Namen „Galatea“. 1936 änderte die HHA den Schiffsnamen in „St. Georg“. Nach dem Krieg verkauft, kaufte der VAD 1989 das Schiff von der Berliner Stern- und Kreissschiffahrt und ließ es in den Bauzustand von 1939 restaurieren. Wieder mit einer 2-Zylinder-Dampfmaschine angetrieben, kehrte der Dampfer im Sommer 1994 nach 55 Jahren auf die Alster zurück.
AueBarkasse „Aue“
Die Aue ist die letzte noch auf der Alster verbliebene von insgesamt elf Barkassen, die 1925, 1926 und 1930 für die Linien nach Ohlsdorf und zum Stadtpark gebaut wurden. Am 2. März 1926 lief das Schiff unter dem Namen Klaus auf der Oelkers-Werft in Hamburg als offene Barkasse vom Stapel. 1934 mit festen Aufbauten ausgestattet und 1960 einer umfangreichen Modernisierung unterzogen war die Aue im Fährverkehr eingesetzt. Nach 1998 setzte die ATG Alster-Touristik GmbH über Jugend in Arbeit e.V. in Harburg umfangreich instand.
BergedorfHafenfähre „Bergedorf“
In den Jahren 1952 bis 1962 wurden von der HADAG 26 Schiffe des Typs II und III bei verschiedenen Werften für den Fährverkehr im Hamburger Hafen in Auftrag gegeben. Die Schiffe erhielten einen modernen dieselelektrischen Antrieb und prägten das Bild des Hafens über vier Jahrzehnte. Die DES „Bergedorf“ wurde im Jahr 1955 von der Hamburger Stülcken-Werft an die HADAG abgeliefert und stand bis 1997 im Einsatz. Heute hat das Schiff als schwimmendes Café im Museumshafen Oevelgönne seinen Liegeplatz und wird für Sonderfahrten voll betriebstüchtig erhalten.
Magirus DeutzMagirus-Deutz Typ Saturn II
Der Magirus-Deutz Saturn II ist ein 1962 an die Uni Köln gelieferter Reisebus mit heute kaum mehr bekannten Details wie Sitzen aus Schlangenlederimitat, Dachrandverglasung und handbedienten Klapptüren. Seine Nr. 891 entspricht der Nummer eines 1962 von den VHH beschafften Saturn II L-Reisebusses.
In der Linienvariante prägte dieser Omnibustyp in den 1960er Jahren das Gesicht des Hamburger ÖPNV. Neben 125 Fahrzeugen bei der VHH galt dieses mit von 1958 bis 1967 insgesamt beschafften 686 Stadt- und Schnellbussen insbesondere für die Hamburger Hochbahn AG.
O 405 NOmnibus Daimler-Benz O 405 N (Ersatz für den Magirus-Deutz)
Der 9338 repräsentiert die erste Generation von Niederflurbussen, die Anfang der 1990er Jahre beschafft wurden. Mit elektrischer Rampe und durchgehender Niederflurigkeit hielt die Barrierefreiheit im Hamburger Busverkehr ihren Einzug. Von der VHH hauptsächlich als Fahrschulbus genutzt, ist der Bus nur selten im Linieneinsatz und so ist der Einsatz schon etwas Besonderes. Diese Busse prägten bis vor wenigen Jahren das Straßenbild der Metropolregion Hamburg, sind allerdings inzwischen bis auf wenige Ausnahmen verschwunden.
Büssing Präsident 6406Omnibus Büssing Präsident 14
Im Jahre 1964 beschafften die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein AG (VHH) den Büssing Typ Präsident 14 mit der Wagennummer 6406 für den Überlandverkehr. Daher besitzt der Bus einen einfachen Vordereinstieg und einen breiten Heckausstieg. Er gehört zur letzten von der VHH bestellten Büssing-Serie mit Heckperron. Eingesetzt wurde dieses Fahrzeug bis 1972. 13 Jahre später kaufte die VHH den Bus von der Verden-Walsroder Eisenbahn zurück und restaurierte ihn in seinen Originalzustand.
O305 8433Omnibus Daimler-Benz O 305
Wagen 8433 der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein A.G. ist sozusagen der direkte Pendant zum von der HHA stammenden Schnellbus Nr. 6416 des HOV. Während neu beschaffte Linienbusse der Hamburger Hochbahn AG seit ca. 1974 mit Automatik-Getriebe ausgestattet waren, stellte die VHH im Hinblick auf den Überlandcharakter vieler ihrer Linien auch in späteren Jahren noch Fahrzeuge mit Handschaltung / Schaltgetriebe in Dienst. Wagen 8433 ist mit Baujahr 1984 einer der jüngsten O 305 – ab dem Folgejahr kam dann das Nachfolgemodell O 405 in Fahrt – und verfügt als gehobene Ausstattung über Gepäcknetze.
O305 6416Omnibus Daimler-Benz O 305 Schnellbus
Im Jahre 1984 beschaffte die Hamburger Hochbahn letztmals Stadt- und Schnellbusse des seit 1969 eingesetzten Typs O 305. Der Schnellbus 6416 stammt aus der letzten Lieferserie und wurde 1994 zur Erhaltung durch den Hamburger Omnibus Verein ausgewählt. Seit 2008 ist er wieder für den Fahrgastverkehr zugelassen.
PVG Bergziege 249Omnibus Daimler-Benz O 309 D „Bergziege“
„Bergziege“ nennen die Blankeneser die Fahrzeuge ihrer 1959 in Betrieb genommene Buslinie 48 durch das Treppenviertel liebevoll. Seit 1973 setzte die Hochbahn AG dort Kleinbusse vom Typ O 309 D ein. Der Wagen 249 stammt aus der Serie von 1981/82 und wechselte 1990 zur Pinneberger Verkehrs-Gesellschaft (PVG), die seitdem diese Ringlinie befährt. Seit 1999 ist der Bus offizielles Museumsfahrzeug der PVG, welche inzwischen in der VHH aufgegangen ist.
S 80Omnibus Daimler-Benz S 80
Der Wagen 1983 stammt aus der Nullserie „S 80“ von Daimler-Benz, die zur IVA '79 gebaut und bis Ende 1985 in Hamburg, Kassel sowie Stuttgart erprobt wurden. Sie waren der Vorläufer des ab 1984 in Serie gebauten Daimler-Benz O 405 und zeichneten sich durch kleine Räder und niedrige Radkästen aus, die eine Anordnung aller Sitze in Fahrtrichtung erlaubte. Wagen 1983 erhielt 1983 für einen Besuch der Hamburg-Vertretung in Bonn eine Lackierung mit Hamburg- Werbung. Der Bus wurde 1986 nach seiner Ausmusterung vom HOV übernommen und 2015 als Museumsbus wieder zugelassen.
O 405 2575
Omnibus Daimler-Benz O 405
Wagen 2575 der Hamburger Hochbahn AG entstammt der 2. Serie des Typs Mercedes-Benz O 405 von 1985/86, dem Nachfolger des von 1969-1984 beschafften Daimler-Benz O 305 „VÖV Standardlinienbusses“. Diese zweite Generation nach den Erkenntnissen mit den 1979 gebauten zehn Vorserienwagen des Typs DB/FFG S80 mit sehr kleinen Rädern. Das Fahrverhalten ist komfortabler als das der nachfolgenden Niederflurbusse mit ihrem nur kurzen Federweg. Wagen 2575 kam Ende 2002 nach ungewöhnlich langen 17 Einsatzjahren direkt von der HHA in den HOV-Museumsbestand und konnte nun nach Erlangung des H-Kennzeichens wieder zugelassen werden.